Spielbericht
 
VfB Fortuna Chemnitz - ESV Lokomotive Zwickau 2:1
Landesklasse Herren St. West - Sa. 30.09.2017, 14:00 Uhr

Aufstellung:
Gerstenberg - Weißbach, R. Müller, Dittrich, Löbner (80. Vass) - Büttner, Wiebel, Weigel (C), Rauschenbach (52. Neubert) - Hofmann (86. Renger), Schneider (V)

Torschützen:
1:0 Büttner (15.), 2:0 Wiebel (46.), 2:1 Kretschmar (77.)

Zuschauer: 121

Schiedsrichter: Sören Weise, Fabian Gellrich und Jonas Zieger

Auch Zwickaus „Eisenbahner“ im Chemnitztal bezwungen
Auch im neunten Pflichtspiel der Saison 2017/18 bleibt der VfB Fortuna Chemnitz unbezwungen. Gegen den Tabellensechsten ESV Lokomotive Zwickau gingen die Fortunen als Favorit ins Spiel, konnten doch die Zwickauer die letzten acht Pflichtspiele gegen die Chemnitzer bei zwei Remis und sechs Niederlagen nicht gewinnen. Den Gastgebern fehlten auch diesmal wegen Urlaub und Verletzung gleich eine Handvoll Stammspieler, doch davon merkte man im ersten Durchgang auf dem Platz nichts. Die Fortunen begannen konzentriert und ließen aus einer sicheren Abwehr heraus das Leder durch die eigenen Reihen laufen. Vor dem Zwickauer Strafraum fehlte aber dann zumeist der letzte genaue Pass und das Durchsetzungsvermögen im 1:1-Zweikampf. Nach einer Viertelstunde passte dann Nico Weißbach aus dem rechten Halbfeld auf den in der linken Strafraumseite völlig frei stehenden Sebastian Büttner. Dieser nahm das Spielgerät gekonnt an und schob es flach ins lange Eck zur verdienten 1:0 Führung der Chemnitzer. Danach ergaben sich noch zwei Freistoßmöglichkeiten für die Gastgeber. Lok-Torwart Richard Weber konnte aber die Geschosse von Rocco Dittrich (28.) und Chris Schneider (32.) entschärfen. Nach einer Ecke verfehlte ein Kopfball von Ronny Weigel auch nur knapp das Zwickauer Tor (40.). Die Zwickauer Eisenbahner kamen ihrerseits in der ersten Halbzeit kaum vor das Fortuna-Tor und hatten nur eine Tormöglichkeit als ein Kopfball von Marius Catterfeld etwa einen halben Meter über die Querlatte des Chemnitzer Tores ging (37). In der Halbzeitpause gab es für die erlauchten Fortuna-Fans bei so einer soliden Vorstellung des eigenen Teams nichts zu beanstanden. Nicht mal über das Schiedsrichterkollektiv um Sören Weise (Freiberg) konnte man meckern. Es agierte zurückhaltend in der fairen Partie und jeder Pfiff hatte auch seine Berechtigung. Die zweite Halbzeit begann dann gleich mit dem zweiten Chemnitzer Treffer. In der 47. Spielminute lief Martin Wiebel in eine von Chris Schneider hervorragend getretene Ecke und köpfte den Ball unhaltbar unter die Latte. Danach zogen sich die Gastgeber zurück und überließen den Zwickauern das Feldspiel. Die Fortuna versuchte nun über schnelles Umkehrspiel mit dem dritten Tor die Entscheidung zu erzielen. Das gelang nicht, da hier oft die falschen Entscheidungen getroffen wurden und die Stürmer Chris Schneider und Alexander Hofmann meist hoch angespielt wurden und diese so ihre Antrittsschnelligkeit nicht ausnutzen konnten. Der ESV Lok Zwickau kam nun in der letzten halben Stunde seinerseits zu Tormöglichkeiten. In der 65. Spielminute lenkte der auch heute wieder souverän agierende Fortuna-Keeper Fabian Gerstenberg eine von Philipp Mitzscherling direkt getretene Ecke mit tollem Reflex über die Latte. Beim Kopfball des gerade eingewechselten Steven Kretschmar nach einer Ecke von Marcus Balg musste er sich dann aber geschlagen geben (78.). Nach diesem Anschlusstreffer schienen die Gäste die zweite Luft zu bekommen. Doch mehr als eine Tormöglichkeit durch Patrick Schad sprang dabei nicht heraus. Sein Schuss wurde aber eine sichere Beute von Fabian Gerstenberg. Mit viel Routine und Cleverness spielte Fortuna-Kapitän Ronny Weigel mit seinen Teamgefährden die Begegnung zu Ende. In der Nachspielzeit hatten die Gäste noch einmal großes Glück als Lok-Torwart Richard Weber den durchgelaufenen Steve Renger im Strafraum von den Beinen holte, der Strafstoßpfiff jedoch ausblieb. Am Ende steht aufgrund der Überlegenheit in den ersten 60 Spielminuten ein verdienter 2:1 Heimsieg der Fortuna und der damit gefestigte zweite Tabellenplatz vor dem kommenden Pokalwochenende. Vor einem Jahr hätte unsere Mannschaft diese drei Punkte wohl nicht über die Runden gebracht, diesmal waren sie eigentlich nie in Gefahr. Das zeigt, wie sich die Mannschaft in den letzten Wochen gefestigt hat und auch den Ausfall von mehreren Stammspielern gut verkraften kann. Mit breiter Brust kann die Lüdemann-Truppe nun ins Landespokalspiel gegen den VfL 05 Hohenstein-Ernstthal gehen. (FR)