Spielbericht
 
VfB Fortuna Chemnitz - VfL 05 Hohenstein-Ernstthal 1:4
Landespokal Sachsen - Sa. 07.10.2017, 14:00 Uhr

Aufstellung:
Schön - Piechutta, R. Müller, von der Mühlen, Löbner - Rauschenbach (46. Vass), Wiebel, Weigel (C), Büttner - M. Müller (58. Hofmann), Rüger

Torschützen:
0:1 Benduhn (6.), 0:2 Blankenburg (24.), 0:3 Neubert (54.), 1:3 Hofmann (76.), 1:4 Erler (87.)

Zuschauer: 202

Schiedsrichter: Michael Rehm, Jennifer Schubert und Marc Jünger

VfL 05 war diesmal eine Nummer zu groß
In der dritten Runde des Sachsenpokals unterlag unsere 1. Männermannschaft dem VfL 05 Hohenstein-Ernstthal deutlich mit 1:4 (0:2). Der Sieg des derzeitigen Vierten der Sachsenliga geht auch in der Höhe in Ordnung, zeigte er doch die ballsichere Spielanlage und war in seinen Aktionen gedanklich schneller als die Fortunen. Um gegen die Karl-May-Städter etwas reißen zu wollen, hätte es wohl eines „Sahnetages“ des gesamten Teams bedurft. Davon waren die Gastgeber heute weit entfernt, einige Akteure sind an ihre derzeitigen fußballerischen Grenzen gestoßen, anderen fehlte heute der Mut und das Selbstbewusstsein, um sich durchzusetzen. Dabei kamen unsere Jungs eigentlich gut ins Spiel. Bereits in der vierten Spielminute zieht Max Müller von der Strafraumgrenze ab und das Leder streift die Querlatte. Mit dem ersten Angriff des VfL fällt aber in der 6. Spielminute bereits der Führungstreffer für die Gäste. Nachdem die Fortuna-Abwehr vergeblich auf Abseits gespielt hatte, gelangte der Ball in den Fünf-Meter-Raum. Dort greift der in Tor zurückgekehrte David Schön am Ball vorbei und Marc Benduhn stochert das Leder über die Linie. Der Führungstreffer spielte dem VfL natürlich in die Karten und gab ihrem Spiel Sicherheit. Über eine flexible Dreierkette zogen die Hohensteiner über ihre Außenverteidiger das Spiel auf. Besonders auf der rechten Seite hatten dabei Randy Piechutta und Markus Rauschenbach mit ihren schnellen Gegenspielern ihre liebe Not, zumal die Fortuna im Mittelfeld nicht in die Zweikämpfe kam und nur ihr Spiel geordnet aufbauen konnten, wenn Ronny Weigel oder Florian Rüger sich mal dem Zugriff ihrer Gegenspieler entziehen konnten. So in der 21. Spielminute als die Gastgeber direkt und schnell in den Hohensteiner Strafraum spielten und Torwart Pavel Petkov den nachsetzenden Markus Rauschenbach elfmeterreif von den Beinen holte. Der Pfiff von Schiedsrichter Michael Rehm (Aue) blieb allerdings aus. Er gab dafür einen indirekten Freistoß für die Fortuna. Diese gute Möglichkeit hämmerte Florian Rüger um wenige Zentimeter am Dreiangel vorbei. Drei Minuten später griff kein Abwehrspieler der Gastgeber den ballführenden Roy Blankenburg an. Der zieht aus 18 Metern von halbrechts ab. Der Ball wird unglücklich abgefälscht und landete zum 0:2 im Chemnitzer Tor. Danach kontrollierte der Landesligist das Spiel bis zur Pause ohne sich klare Tormöglichkeiten zu erspielen. Nach dem Seitenwechsel fiel dann in der 54. Spielminute die Entscheidung. Wieder bekommt die Chemnitzer Abwehr das Spielgerät nicht aus dem Strafraum. Michael Neubert reagiert am schnellsten und befördert das Spielgerät mit straffen Schuss ins kurze Eck. Auf der Gegenseite zwang Sebastian Büttner, nach einer Ecke von Florian Rüger, Hohensteins Torwart Pavel Petkov per Kopfball zu einer riesen Parade. In der 76. Spielminute musste sich der VfL-Keeper dann doch einmal geschlagen geben. Florian Rüger bediente mit einem Pass durch die Schnittstelle Sebastian Büttner. Der dringt von links in den Strafraum ein und passte flach in den Torraum. Dort reagierte der eingewechselte Alexander Hofmann am schnellsten und schob den Ball zum verdienten Ehrentreffer ins Hohensteiner Tor. Wer nun aber nochmal ein Aufbäumen der Gastgeber und einen Pokalfight auf Biegen und Brechen erhofft hatte, sah sich enttäuscht. Einzig Kapitän Ronny Weigel versuchte nochmal mit viel Einsatz vergeblich an den Ketten zu zerren. In der Schlussphase spielte der ebenfalls eingewechselte Fabian Erler Randy Piechutta und David Schön schwindlig und vollendete zum 1:4. Der VfL 05 Hohenstein-Ernstthal war diesmal noch eine Nummer zu groß für den VfB Fortuna. Das ist normal und kein großes Drama. Schon am nächsten Wochenende können sich unsere Jungs in Schneeberg wieder auf ihren Spielwitz und ihre Zweikampfstärke besinnen und ihre ungeschlagene Punktspielserie weiter schreiben. (FR)