Spielbericht
 
FSV Motor Marienberg - VfB Fortuna Chemnitz 2:1
Landesklasse Herren St. West - So. 29.10.2017, 14:00 Uhr

Aufstellung:
Gerstenberg - Weißbach, R. Müller (V), von der Mühlen, Eberlein - Büttner (50. Schäfer), Wiebel, Weigel (C), Vass (60. Hofmann) - Rüger, Schneider (76. Löbner)

Torschützen:
1:0 Wagner (30./FE), 2:0 Schröter (44.), 2:1 Rüger (54.)

Zuschauer: 41

Schiedsrichter: Karsten Schiepe, Tim Blöthner-Teichmann und Stefan Franda

Wiederum Punkte im Erzgebirge liegen gelassen
Nach der ersten Saisonniederlage in Schneeberg unterlag unsere 1. Männermannschaft auch im erzgebirgischen Marienberg. Zwar kam der 2:1 (2:0) Sieg für die Gastgeber etwas glücklich, aber nicht unverdient zu Stande, da sie bei böigen Wind die einfacherer Spielanlage hatten und dabei einfach weniger Fehler machten als die Fortuna. Bereits in der 2. Spielminute ergab sich die erste klare Tormöglichkeit für die Chemnitzer, als Gabor Vass relativ freistehend den Ball durchgesteckt bekam, diesen aber leider nicht richtig unter Kontrolle brachte und so Marienbergs Torwart Toni Grabowski klären konnte. In der 7. Spielminute konnte sich dann Fortuna-Keeper Fabian Gerstenberg zum ersten Mal auszeichnen, als er einen Freistoß von Norman Fischer noch an die Latte lenken konnte. Bereits in dieser Phase ermahnte VfB-Kapitän Ronny Weigel seine Abwehrspieler nicht immer hohe Bälle auf den kleinen Marienberger Kunstrasenplatz ins Niemandsland zu schlagen, sondern einen geordneten Spielaufbau über die beiden Sechser und die Außen zu versuchen. Leider blieb er lange Zeit ungehört. So gingen viele erkämpfte Bälle gleich wieder verloren, zumal beide Außenspieler läuferisch mit ihren Gegenspielern nicht mithalten konnten. Es ergaben sich auf beiden Seiten Tormöglichkeiten meist nur nach Standartsituationen. In der 22. Spielminute traf Moritz von der Mühlen nach einer Ecke von Florian Rüger den Ball nicht voll, so konnte Marienbergs Torwart sicher halten. In der 31. Spielminute gingen die Gastgeber per Foulstrafstoß in Führung. Vorausgegangen war ein Angriff der Marienberger über die rechte Seite. Robin Müller kam im Zentrum zu spät und foulte im Strafraum Julian Schröder. Julius Wagner ließ sich diese Chance vom 11-Meter-Punkt nicht entgegen und verwandelte flach ins linke Eck. Drei Minuten später landete ein Freistoß von Florian Rüger aus knapp 30 Metern an der Querlatte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff herrschte noch einmal Unordnung im Chemnitzer Strafraum. Nach einem eher harmlosen Angriff über die rechte Marienberger Seite bekam man das Leder trotz mehrerer Versuche nicht aus dem Strafraum. So kam Julian Schröter mehr zufällig an den Ball und verwandelte zum 2:0. Mit geänderter taktischer Konzeption kam die Fortuna dann aus der Halbzeitpause. Nun spielte man endlich den Fußball, den man schon von Anfang an spielen wollte. Es wurde versucht, flach und sicher zu spielen und die 1:1 Zweikämpfe zu suchen. In der 54. Spielminute ließ Florian Rüger vier Gegenspieler wie Slalomstangen stehen und zog aus 25 Metern ins rechte Dreiangel ab. Ein Traumtor zum 1:2 aus Chemnitzer Sicht. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. So kam der eingewechselte Moses Schäfer frei im Strafraum an den Ball, schoss aber am kurzen Eck vorbei (62.). Nach Paß von Ronny Weigel überlief Florian Rüger wieder die Marienberger Abwehr und zog das Leder aus spitzen Winkel um wenige Millimeter am langen Pfosten vorbei (72.). In der 74. und 76. Spielminute hatte Kai Hamann bei Marienberger Konterangriffen die Möglichkeit, das Spiel mit dem 3:1 zu entscheiden. Dabei verfehlte er zuerst freistehend das Tor und beim zweiten Versuch traf er nur den Pfosten. So bliebt es bis in die Schlusssekunden spannend. Die letzte Tormöglichkeit hatte nach einem weiten Einwurf von Max Löbner Moritz von der Mühlen. Leider ging sein Kopfball in der Nachspielzeit knapp über das Marienberger Gehäuse. Am Ende wäre es möglich gewesen, in Marienberg zu punkten, aber es sollte wohl auch diesmal nicht sein. Hoffen wir auf mehr Glück am nächsten Wochenende im Derby gegen die TSV IFA. Mit der ordentlichen kämpferischen Einstellung aus dem Marienberg-Spiel und ein bisschen mehr Spielvermögen sollte im Stadion an der Beyerstraße ein Dreier machbar sein. (FR)