Spielbericht
 
VfB Fortuna Chemnitz - SV Großrückerswalde 49 0:2
Landesklasse Herren St. West - Sa. 18.11.2017, 15:00 Uhr

Aufstellung:
Schön - Neubert, Weißbach (V), Weigel (C/V), Piechutta - M. Müller, Renger (70. R. Müller), Büttner (46. Dittrich), Hofmann - Rüger (V), E. Schmidt (70. Wiebel)

Torschützen:
0:1 Schuster (37./FE), 0:2 Hilbert (47.)

Zuschauer: 85

Schiedsrichter: Tom Obenaus, Franz Holfeld und Younes Sellam

Erneute Niederlage gegen einen Neuling
Am 13. Spieltag verlor unser VfB Fortuna sein Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht aus Großrückerswalde am Ende völlig verdient mit 0:2 (0:1). Nach der 1:8 Blamage beim anderen Neuling in Lichtenstein in der Vorwoche erwartete man eigentlich eine Reaktion von der Lüdemann-Truppe. Leider war dem nicht so. Unkonzentriert, gedanklich zu langsam gestattete man sich jede Menge Fehlabspiele im Spielaufbau und konnte den Gegner in keiner Phase des Spiels dominieren. Besonders im Mittelfeld wurde das Dilemma deutlich. Beide Sechser fanden nichts ins Spiel und auf den Außenbahnen wurden Reihenweise die Bälle verloren, was die sehr ballsicher und einfach spielenden Gäste sofort zu Angriffen nutzten. Auch das Fehlen von Chris Schneider , Kevin Eberlein und Moritz von der Mühlen sowie des gesperrten Gabor Voss kann für diese Leistung keine Ausrede sein. Die Erzgebirger ihrerseits erkannten die aktuelle Schwäche der Fortuna und stellten sich keinesfalls mit Mann und Maus hinten rein, sondern machten sogar aufgrund des schwachen Chemnitzer Mittelfeldes sogar über weite Strecken das Spiel. Erste Tormöglichkeiten für die Gäste vergaben Chemens Hilbert (9.) und Marcus Bergner (15.). In der 28. Spielminute überdribbelte Florian Rüger nach Zuspiel von Eric Schmidt die 49er-Abwehrkette und schob den Ball aufs rechte untere Eck. Mit einer grandiosen Fußparade verhinderte Ronny Oestreich im Gäste-Tor die Chemnitzer Führung. In der 39. Spielminute nahm dann das Unheil seinen Lauf. Fortuna-Kapitän Ronny Weigel wollte eine Situation im eigenen Strafraum spielerisch lösen und wurde dabei klar gefoult. Schiedsrichter Tom Obernaus (SG Dynamo Dresden) erkannte das kein Foulspiel nicht und ließ weiterlaufen. Der Ball kam zu einem Großrückerswalder, der dann seinerseits von Manuel Neubert von den Beinen geholt wurde. Hier entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Patrick Schuster ließ sich die Chance nicht entgegen und verwandelte sicher. Bereits im Gegenzug ergab sich die Ausgleichschance für die Fortuna als ein Heber von Sebastian Büttner auf der Lattenoberkannte aufsetzte. Wer nun glaubte, dass man in der zweiten Halbzeit eine andere Fortuna auf dem Feld sieht, sah sich getäuscht. In der 47. Spielminute können die Gäste unbehelligt von links flanken und in der Mitte ist Chemens Hilbert einen Schritt schneller als der zur Pause eingewechselte Rocco Dittrich und fälschte den Ball zum 0:2 ins Chemnitzer Tor ab. In der Folgezeit ergaben sich noch gute Tormöglichkeiten für Justin Reichel (50.) und Maximilian Schreiter (55.), um das Ergebnis noch höher zu schrauben. Auf der Gegenseite versuchte man es mit Einzelaktionen, bedingt durch den fehlenden Spielaufbau. Zu dem eigenen Unvermögen kam dann auch noch Pech mit den Schiedsrichterentscheidungen. In der 61. Spielminute drang Florian Rüger in den Strafraum ein und wurde von seinem Gegenspieler zweimal in die Beine getreten. Anstatt sich fallen zu lassen dann hätte der Dresdner Schiedsrichter zwingend pfeifen müssen blieb der Fortune auf den Beinen und sucht den Abschluss, der allerdings dann von Ronny Qestreich pariert wurde. Eine ähnliche Szene sahen die Zuschauer in der 65. Minute. Wieder wurde Florian Rüger im Strafraum gefoult, wieder blieb der Pfiff aus. rst in den letzten acht Spielminuten ergaben sich dann klare Chancen für die Fortuna. Eine flache Eingabe von Florian Rüger traf der sich nun in den Angriff mehr einschaltende Ronny Weigel nicht voll, so dass die Situation durch die Erzgebirgler noch bereinigt werden konnte (86.) Ein Kopfball von Ronny Weigel nach Flanke von Nico Weißbach ging nur um wenige Zentimeter am kurzen Pfosten vorbei. Am Ende stand diesmal die Null auf der falschen Seite des Fortuna-Ergebnisses, was die beherzte Leistung des Neulings keinesfalls schmälern soll. Die drei Punkte gingen verdient nach Großrückerswalde. Auf die Fortuna kommen nun mit den Partien bei Tanne Thalheim und zu Hause gegen Staffelprimus Olbernhau zwei Schwergewichte zu. Man sollte ganz schnell den Kopf frei bekommen und sich auf die alten Stärken besinnen, um sich nicht die gute Hinrunde selbst kaputt zu machen. (FR)