Spielbericht
 
ESV Lokomotive Zwickau - VfB Fortuna Chemnitz 2:4
Landesklasse Herren St. West - So. 15.04.2018, 15:00 Uhr

Aufstellung:
Gerstenberg - Weißbach, von der Mühlen (C), Weigel, Hengst - Neubert (61. Vass), Büttner, Eberlein, J. Schmidt (74. Löbner/V) - Hofmann, Rüger

Torschützen:
0:1 Rüger (9.), 1:1 Kretschmar (16.), 2:1 Balg (46.), 2:2/2:3/2:4 Rüger (51./59./90. + 2.)

Zuschauer: 75

Schiedsrichter: Michael Ullmann, Matthias Kempf und Jochen Müller

Zwickauer Lok ging gegen einen starken VfB Fortuna der Dampf aus
Auch im achten Spiel gegeneinander in der Landesklasse West konnte der ESV Lok Zwickau den VfB Fortuna nicht bezwingen. In den Spielen zuvor gab es fünf Chemnitzer Siege und zwei Remis. Diesmal gewann die Truppe des Trainergespanns Rocco Dittrich/Dietmar Leuschel in Zwickau-Marienthal verdient mit 4:2 (1:1). Für die gastgebenden Eisenbahner stand eigentlich nach ihrem sensationellen Auswärtssieg in Schneeberg eigentlich nur ein Sieg zur Debatte. So war man dann doch sehr überrascht, dass man auf eine sehr diszipliniert und spielintelligente Chemnitzer Mannschaft traf, die versuchte, Ecken und Freistoße in Tornähe zu vermeiden, um die großgewachsenen Zwickauer nicht zu Kopfballtoren einzuladen. Nach einer kurzen Anlaufphase übernahmen dann die Gäste auch die Initiative mit gefälligen Spielaufbau. In der 9. Spielminute bediente Moritz von der Mühlen mit feinen Pass in die Schnittstelle Florian Rüger. „FR 20“ überlief seinen Gegenspieler und Torwart Stefan Bergelt und schob den Ball ins kurze Eck zum 0:1. Lok Kapitän Michael Blechschmidt verletzte sich beim Rettungsversuch ohne Chemnitzer Einwirkung und konnte nicht mehr weiter spielen. Gute Besserung von dieser Stelle. In der 13. Spielminute ging ein Schuss von Nico Weißbach knapp am Zwickauer Tor vorbei. Nach gut einer Viertelstunde kamen die Gastgeber besser ins Spiel. Nach einem Eckball von Maximilian Jentzsch stieg Steven Kretschmar am höchsten und köpfte das Leder unhaltbar für den Chemnitzer Torwart Fabian Gerstenberg zum Ausgleich ins Tor (17.). Danach entwickelte sich ein Spiel zwischen den Strafräumen mit wenigen Möglichkeiten. Die besten davon hatten Maximilian Jentzsch (25.) und Martin Sommer (45.) auf Zwickauer Seite. Fabian Gerstenberg war hier aber nicht zu überwinden. Auf der anderen Seite erlief wieder Florian Rüger einen Steilpass und wurde von herauslaufenden Zwickauer Torwart „abgeräumt“(36.). Schiedsrichter Michael Ullmann (Bockau) sah dies aber nicht als Foulspiel an und gab nur Einwurf. Die zweite Halbzeit begann für die Fortunen katastrophal. Der eigene Anstoß wurde in die Abwehr zurückgespielt. Dort bekam man gegen die nachsetzten Zwickauer den Ball nicht weg, sondern beförderte ihn selber an den Innenpfosten. Von dort gelangte das Leder zum im Torraum sitzenden Marcus Balg, der mit dem 2:1 danke sagte (46.). Doch davon ließen sich die Gäste nicht beeindrucken. Die Abwehrreihe um den überzeugenden Moritz von der Mühlen agierte nun sehr sicher und im Mittelfeld und Angriff entschied man die entscheidenden Duelle für sich. Aus einer starken Teamleistung ragten dabei Ronny Weigel als bedingungsloser Antreiber und Taktgeber und Florian Rüger als Ideengeber und Vollender noch hervor. In der 51. Spielminute tanzte Florian Rüger seinen Gegenspieler an der linken Grundlinie aus und hämmerte das Leder zum 2:2 ins lange Eck. Sieben Minuten später erreichte er einen Pass von Kevin Eberlein an der Strafraumgrenze. Wieder überspielte er seinen „Bewacher“ und zirkelte den Ball ins rechte Dreiangel Marke „Tor des Monats“. In der 61. Spielminute hätte Florian Rüger eigentlich das Spiel entscheiden müssen. Wieder überlief er die Zwickauer Abwehr und Torwart Stefan Bergelt, verpasste aber, den Ball ins Tor zu schieben. Stattdessen wollte er den mitgelaufenen Gabor Vass bedienen, was von den Zwickauern aber verhindert werden konnte. In der 65. Spielminute ergab sich eine Tormöglichkeit für Sebastian Büttner. Sein Schuss konnte von Stefan Bergelt gehalten werden. Kurze Zeit später überlief Florian Rüger die Zwickauer Abwehr auf der rechten Seite und passte zum an der Strafraumgrenze mitgelaufenen Sebastian Büttner zurück. Dieser entschied sich zu einem Schuss, welcher am kurzen Pfosten vorbei ging. Eine Passverlängerung zum frei am langen Pfosten wartenden Gabor Vass wäre die bessere Alternative gewesen. Die Gastgeber konnten sich aber auch danach keine echte Tormöglichkeit mehr erspielen. Zwischen den Strafräumen kam es nun zu vielen Zweikämpfen und kleineren Fouls. In der Nachspielzeit erkämpfte die Chemnitzer Abwehr nochmal am eigenen Strafraum den Ball und über Sebastian Büttner kam dieser zum an der rechten Außenlinie wartenden Florian Rüger. Zwickaus Torwart Stefan Berger war zur Mittellinie aufgerückt um das Zwickauer Angriffsspiel zu unterstützen und so schob Flo das Leder aus 40 Metern ins leere Zwickauer Tor zur Spielentscheidung (90. + 2.) und krönte mit seinem vierten Treffer und einen lupenreinen Hattrick seine und die Leistung der gesamten Mannschaft. Gelingt nächste Woche gegen Schneeberg ebenfalls ein Sieg, würde man auf Tabellenplatz zwei vorrücken. (FR)