Spielbericht
 
TSV IFA Chemnitz - VfB Fortuna Chemnitz 2:2
Landesklasse Herren St. West - So. 13.05.2018, 15:00 Uhr

Aufstellung:
Schön - Weißbach, von der Mühlen (C), Weigel - Schneider, Büttner (V/55. Clauß), Vass, Groschopp, Löbner (84. M. Müller) - Rüger, E. Schmidt (90. Dittrich)

Torschützen:
1:0 Seeliger (5.), 1:1 von der Mühlen (35.), 1:2 Rüger (52.), 2:2 Seeliger (60.)

Zuschauer: 67

Schiedsrichter: Stefan Steingräber, Uwe Schönherr und Veiko Wenzel

Drittes (unnötiges) Remis in Folge
Teams im Abstiegskampf lassen sich zuweilen in ihrer Not gegen technisch bessere Mannschaften schon mal was einfallen. So räumte Stollberg vor einigen Wochen den Platz nicht und ließ auf einer knöcheltiefen Schneedecke gegen den VfB Fortuna spielen und auch die TSV IFA wollte mit Hilfe des Geläufs drei Punkte zu Hause behalten. So wurde die Partie gegen unsere 1. Männermannschaft kurzerhand vom Kunstrasen im Sportforum auf den Acker „Vogelweide“ verlegt. Mit Erfolg. Unsere 1. Männermannschaft kam mit dem Platz überhaupt nicht zurecht und erreichte gegen den TSV IFA Chemnitz am 26. Spieltag der Landesklasse West nur ein 2:2 (1:1)-Unentschieden. Weitere Gründe für den Punktverlust waren die kampfbetonte, robuste Gangart der IFA-Akteure, die aber in einem Stadtderby nun mal gefordert ist und die schwache Schiedsrichterleistung von Stefan Steingräber (Sehmatal), der auf beiden Seiten klare Fouls nicht ahndete und dem VfB Fortuna in der Schlussminute zwei klare Foulelfmeter verweigerte. Zum chronologischen Ablauf der Partie. Völlig überraschend lag der VfB Fortuna bereits nach dem ersten Angriff der Gastgeber mit 0:1 zurück. Einen eher harmlosen Schuss aus dem Halbfeld konnte Fortuna-Torwart David Schön nicht festhalten und der Ball kam zum frei vor ihm stehenden Ronny Seeliger, der sich für dieses Geschenk herzlich bedankte (5.). Es dauerte eine ganze Weile, bis die Gäste diesen Schock verdaut hatten und versuchten, zu ihrem Spiel zu finden. Immer, wenn man den Ball schnell und direkt laufen lassen wollte, wurde das von den IFA-Akteuren durch Treten oder Halten unterbunden. Kam die IFA dadurch an den Ball, zeigte sie, dass einige von ihnen auch richtig gut Fußball spielen können. So konnte David Schön einen Schuss von David Demmler gerade noch an die Latte lenken (20.) und ein Schuss von Johannes Hopfe landete am Pfosten (31.). Der gleiche Spieler tauchte in 39. Spielminute nochmals frei vor David Schön auf, konnte den VfB-Keeper aber nicht überwinden. Zu diesem Zeitpunkt stand es aber schon 1:1. Nach einem der vielen Fouls an ihm drehte Florian Rüger in der 36. Spielminute einen Freistoß von rechts aus 30 Metern genau in den Lauf von Moritz von der Mühlen. Der Fortuna-Kapitän drückte den Ball unhaltbar ins IFA-Tor zum Ausgleichstreffer. In der 43. Spielminute hatte dann Gabor Vass den Führungstreffer für den VfB Fortuna auf dem Fuß, verfehlte aber das Ziel knapp. Nach der Pause wurde dann das Fortuna-Spiel besser und die Gastgeber konnten sich meist nur mit weiten Schlägen ins nirgendwo aus der Affäre ziehen. So scheiterte Ronny Weigel in der 50. Spielminute am stark reagierenden Daniel Hemicker im IFA-Tor. In der 52. Spielminute irrte ein weiter Einwurf von Max Löbner durch den IFA-Strafraum. Florian Rüger reagierte am schnellsten und besorgte das 2:1 für den VfB Fortuna. Doch die Freunde darüber währte nur acht Minuten. Nach einer abgewehrten Ecke setzte sich wieder Ronny Seeliger robust im Strafraum ein und brachte die Kugel am zögerlich agierenden Fortuna-Torwart vorbei zum 2:2 in die Maschen. Anders als beim 1:0 zeigte sich aber unser Team davon nicht beeindruckt. In der 61. Spielminute überlief Erik Schmidt trotz nicht geahndeten Haltens seinen Gegenspieler und war auch schon am IFA-Torwart vorbei. Leider wurde der Winkel dabei zu spitz und der Ball geht nur ans Außennetz. In der Folgezeit erreichten die Fortunen einen spielerisches Übergewicht und der TSV IFA suchte sein Heil in langen Bällen auf seine beiden Stürmer. Als sich Ronny Weigel gegen zwei Gegenspieler stark durchsetzte, landete sein Schuss am linken Pfosten (72.). Fünf Minuten später musste Fortuna-Torwart David Schön sein ganzes Können bei einem von Moritz Limmer abgeschlossenen Konter aufbieten. In der Schlussminute kulminierte die Partie nochmals als Schiedsrichter Stefan Steingräber zwei mehr als klare Foulelfmeter nicht pfiff. Erst wurde der einschussbereite Max Müller regelrecht "umgesenst". 30 Sekunden später wurde der im vollen Lauf befindliche Florian Rüger im Strafraum einfach umgerissen. Auch hier blieb die Pfeife stumm. Am Ende geht die Punkteteilung nach Chancenanteilen in Ordnung, es gab aber schon weitaus fußballerisch bessere und fairere Stadtderbys. (FR)