Spielbericht
 
VfB Fortuna Chemnitz - SSV Fortschritt Lichtenstein 4:3
Landesklasse Herren St. West - Sa. 26.05.2018, 14:00 Uhr

Aufstellung:
Schön - Weißbach (V), Hengst, von der Mühlen (C), Eberlein - Büttner (87. Dittrich), Weigel, Groschopp, Löbner (V/75. Schneider) - Vass, Rüger

Torschützen:
0:1 Oertel (6.), 0:2 Kasper (12.), 1:2 Weigel (24./FE), 2:2 Büttner (33.), 3:2 Weißbach (45.), 4:2 Vass (70.), 4:3 Bär (87./FE)

Zuschauer: 103

Schiedsrichter: Michael Rehm, Daniel Dommer und Tino Brodisch

Spiel gedreht, Revanche geglückt
Mit wem man auch diese Woche aus unserer 1. Männermannschaft sprach, immer bekam man zu hören, dass man die peinliche Niederlage aus dem Hinspiel in Lichtenstein nicht so stehen lassen wollte. Der Wille war also da. Doch nach der ersten Viertelstunde gegen den SSV Fortschritt Lichtenstein schien das Landesklassenspiel genau ein Spiegelbild des unglücklichen Auftrittes der Fortuna im Hinspiel zu werden. Die Fortunen hatten durch Sebastian Büttner (3.) und einem Kopfball von Ronny Weigel (4.) die ersten Tormöglichkeiten. Doch die abgezockt agierenden Gäste merkten recht bald, dass sie auf ihrer linken Seite (rechte Fortuna-Seite) klare Geschwindigkeitsvorteile hatten. So bediente Sebastian Doro in der 7. Spielminute auf dieser Seite Dominic Oertel mit genauem Pass in die Schnittstelle und der Lichtensteiner ließ David Schön im Fortuna-Tor keine Abwehrchance. Das 0:2 in der 13. Spielminute fiel auf ähnliche Art und Weise. Diesmal schlug Kapitän Moritz von der Mühlen unglücklich über den Ball und der in seinem Rücken auftauchende Erik Kasper vollende sicher. Nach 20 Spielminuten stellte unser Trainerteam Rocco Dittrich/Dietmar Leuschel von der Dreierkette auf die Viererkette um. Das gab nun Sicherheit im Spielaufbau und vorn drehten Gabor Vass und Florian Rüger richtig auf, spulten Meter um Meter in einem wahnsinnigen Tempo ab und waren mit fairen Mitteln kaum noch zu stoppen. In der 25. Spielminute drang Florian Rüger in den Lichtensteiner Strafraum ein und wurde von seinem Gegenspieler von den Beinen geholt. Schiedsrichter Michael Rehm (Aue) zeigte sofort auf den Strafstoßpunkt. Da ein gefoulter Spieler nicht selbst schießen soll, übernahm Routinier Ronny Weigel die Verantwortung und verwandelte souverän zum Anschlusstreffer. Danach ließ die Fortuna nicht mehr nach, gewann im Mittelfeld die wichtigen Zweikämpfe und hielt das Tempo hoch. Zu hoch für die Gäste. Nach einem weiten Einwurf von Max Löbner herrschte Verwirrung im Lichtensteiner Strafraum und Sebastian Büttner nutzte das zum Ausgleichstreffer aus Nahdistanz (34.). In der 44. Spielminute kurvte wieder Florian Rüger durch die Lichtensteiner Reihen und bediente Sebastian Büttner. Dessen Schuss wurde von Steve Müller im Lichtensteiner Tor mit einer starken Parade gehalten. Die folgende von Florian Rüger getretene Ecke fand den Kopf von Nico Weißbach. Der Chemnitzer Abwehrrecke drückte die Kugel zum Führungstreffer für die Fortuna in die Maschen (45.). In der zweiten Halbzeit waren die Gastgeber klar spielbestimmend. Die Gäste mussten wohl den hohen Tempo der ersten Halbzeit Tribut zollen, bemühten sich aber um eine spielerische Linie. So sahen die Zuschauer keinen „Klopperfussball der Marke hoch, weit und weg“, wie sie andere Teams im Abstiegskampf gern praktizieren, sondern weiter ein gutes Fußballspiel mit vielen schönen Aktionen. In der 58, Spielminute hatte Ronny Weigel sich wieder in den Angriff eingeschaltet, scheiterte aber am Lichtensteiner Torwart. In der 61. Spielminute narrte wieder Florian Rüger die SSV-Abwehr und flankte auf Max Löbner, der aber nicht den nötigen Druck auf dem Ball mit dem Kopf bekam. Die Spielentscheidung fiel dann in der 70. Spielminute. Ein Pass von David Groschopp erreichte Gabor Vass, der das Leder wunderschön über Steve Müller ins Lichtensteiner Tor zum 4:2 hob. Florian Rüger (81.), Gabor Vass (81.) und Sebastian Büttner (83.) ließen weitere gute Tormöglichkeiten aus. In den Schlussminuten wurde dann „Flo“ noch zum tragischen Helden eines eigentlich sehr guten Spiels von ihm. In der 86. Spielminute spielt ihn sein eingewechselter Trainer Rocco Dittrich völlig frei, doch Florian Rüger brachte den Ball nicht im Lichtensteiner Kasten unter. Eine Minute später pfiff dann Schiedsrichter Michael Rehm nach einem vermeintlichen Foul im Chemnitzer Strafraum auf Elfmeter für den SSV Fortschritt. Der ansonsten unauffällig agierende Lichtensteiner Torjäger Rico Bär ließ sich diese Chance nicht entgehen und verkürzte auf 3:4. Doch Florian Rüger hätte den alten Abstand im Torjägerranking in der Nachspielzeit wieder herstellen können, als er wieder der Lichtensteiner Abwehr entwischte und den springenden Ball mit Kopf aus 20 Metern über den herauseilenden Lichtensteiner Torwart hob. Das Spielobjekt ging aber um wenige Zentimeter am Pfosten vorbei. Kurze Zeit später pfiff Schiedsrichter Rehm ab. Die Punkte blieben aufgrund der größeren Chancenanteile verdient in Chemnitz. Ein Lob für das spannende und gutklassige Spiel verdienten sich aber auch die Gäste um ihren Strategen Jörg Laskowski. Am kommenden Sonntag gilt es auf dem Kunstrasen in Großrückerswalde die nächste Scharte aus der Hinrunde vergessen zu machen und Tabellenplatz drei zu verteidigen. (FR)